Pyrenäen 2010
Bergwandern 2010 in den Pyrenäen
Vom Sonntag, den 20. Juni bis Dienstag den 29. Juni 2010.
Bilder von Inge, Richard, Schorsch, Dieter und Karin.
Unsere Jubiläumsbergwanderwoche war schon etwas ganz besonderes.
Es waren 10 Tage voller schöner Bergtouren unterschiedlichster Art. Es war für jeden etwas dabei, so dass jeder auf seine Kosten kam. Es war 10 Tage schönes Wetter, ein Superhotel mit bester Verpflegung, sehr freundliches und aufmerksames Personal, guter Wein, eine traumhafte Bergwelt, Harmonie in der großen Gruppe und spannende WM-Fußballspiele, die in der Gruppe gesehen viel Spaß machten. Alle wünschten sich das Endspiel Spanien : Deutschland.
Er konnte aber zum Jubiläumsjahr mit 2 Superlativen aufwarten
1. wir hatten noch nie bei der Bergwoche so gut aussehende, junge und freundliche Bergführer wie diesesmal. ( Freundlich sind wir beim DAV auch aber…).
2. Wir leisteten uns zum erstenmal einen eigenen Mannschaftsarzt – und - wir hatten ihn auch dringend nötig. Dank geht auch an Heidi, für die Organisation der abendlichen Singstunde vor dem Essen, zu der immer mehr Teilnehmer fanden.
Also alles in allem: Für uns war es ein sehr gelungener Bergurlaub. Ich glaube, ich kann für alle diejenigen sprechen, die nicht das Krankenhaus in Vielha besuchen mussten.
Das Arantal, oder die Einzigartigkeit:
Das Val d`Aran, gelegen im äußersten Nordwesten Kataloniens, an der Grenze zu Frankreich ist ein idyllisches Pyrenäental, durch das der Oberlauf der Garonne fließt. Diese bahnt sich hier ihren Weg nach Frankreich und fließt bei Bordeaux in den Atlantik. Das Arantal ist der einzige Teil Kataloniens , der zum Einzugsbereich des atlantischen Ozeans und nicht des Mittelmeers gehört. Die Gegend ist äußerst wasserreich und der höchste Berg der Pyrenäen das Anetomassiv, 3404 m, ist immer in Sichtweite. In dieses schöne Tal, in das Skigebiet Baqueira, ins Hotel Himalaia, 1450m, ging also unsere Reise.
Die Organisation der An- und Rückreise klappte reibungslos.
1. Tag: Wir fuhren mit dem Bus nach München, hatten einen LH-Flug nach Toulouse und dann eine Busreise nach Baqueira, im Arantal. Bequemer kann man dieses Ziel nicht erreichen.
Nach dem Zimmerbezug gab es einen Begrüßungscocktail, Vorstellung des Personals und der Wanderführer Sergio, Markus und des Koordinators Marcos mit seiner Frau Ursula. Die beiden begleiteten später aufopferungsvoll unsere Patienten ins Krankenhaus.
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Die Wanderung zur Akklimatisierung durch die einheimischen Dörfer am 2. Tag entpuppte sich anstrengender als viele erwartet hatten. Es war der erste Schönwettertag nach 14 Tagen Regen-und Schneefall. Es waren bestimmt 20km und viiiieeeel mehr Höhenmeter als angekündigt. Dafür schmeckte das Abendessen und der gute Wein besonders gut.
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Am 3. Tag trennten sich unsere Wege. Wir, eine Gruppe von 8 Personen, mit Sergio, bestiegen den Gipfel vom Vielha 2605m, mit Abstieg Richtung Arantal. Eine schöne Tour mit einigen 100m Abrutschen auf steilen Schneefeldern. Der Großteil der Gruppe teilte sich noch einmal auf und machte verschiedene Touren mit den Führern. Leider hat sich dabei Liesl die gute Seele des Alpenvereins den Arm gebrochen und wurde als erste im Krankenhaus verarztet. – mit einem kiloschweren Monstergips.
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Der 4. Tag stand im Zeichen der Kultur, es wurden die romanischen Kirchen im Tal von Boi besichtigt. Sie sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.
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Am 5.Tag standen die Baciver Seen und der Rosarigipfel zur Auswahl. Aber es haperte an der Disziplin der Leute. Wir hatten 2 Bergführer aber mindesten 4 Gruppen mit unterschiedlichen Wünschen und Drang nach Oben. Die schnellen zogen los, es folgte ein weit auseinander gezogenes Feld. Der Rest wollte es eher langsam angehen. Am Ende erreichte eine von Markus gut geführte große Gruppe den Rosarigipfel, während ein Teil schon oben saß. Rosari kommt vom Rosenkranz. Auf dem Gipfel sieht man die vielen Seen aneinandergereiht wie die Perlen am Rosenkranz. Am Abend trudelten aus allen Richtungen die Wanderer am Busparkplatz unverletzt ein. Nach einer Standpauke von Dieter wurde für den Rest der Bergwoche eine gute Vereinbarung zu aller Zufriedenheit getroffen. Die 2 Bergführer konnten sich jetzt auf das unterschiedliche Niveau der Gruppe einstellen. Die aktivsten gingen nach Abmeldung die Touren ohne Führer, was mit guter Vorbereitung kein Problem war. Die beiden Wanderführer Markus und Sergio teilten sich 2 Gruppen mit unterschiedlichen Anforderungen auf. Treffpunkt war immer zur angesagten Uhrzeit an den Zubringerfahrzeugen. Dieses System funktionierte für den Rest der Woche.
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Am Tag 6 war für unsere kleine Vierergruppe das Highlight der Woche, die Rundtour durch die Colomerseen. Der von Gletscher geformte Seenkessel von Colomers ist ein aussergewöhliches und beeindruckendes Ziel. Mehr als 40 Seen verteilen sich in dieser grandiosen Granitlandschaft auf verschiedene Ebenen. Durch den vielen Schnee in diesem Jahr war keine Markierung mehr zu sehen. Der Weg musste mit Kompaß und Karte gefunden werden. Wir konnten die Rundtour aber vollenden. Die anderen Gruppen machten an diesem Tag schöne Touren zu verschiedenen Seen im Colomerkessel.
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Der Tag 7 brachte uns zum Gerbersee mit großer Blumerpracht. Alpenrosen und blühende Ginsterbüsche sorgten für ein wunderbares Bild. Die Zeit reichte auch für viele noch zur Anstieg bis zur Berghütte Mataro, eine unbewirtschaftete Art Biwakschachtel. Auf dieser Höhe sind die Bergseen noch zugefroren und schimmern blau durch das Eis. Der Auf- und Abstieg durch die Schneefelder wurde von Markus dem Führer vorbildlich geleitet. Wir, das Viererteam gönnten uns noch eine lange Rast an einem See mit Schneerand, ja sogar ein kühles Bad von Heiner und Hans war noch drin.
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Am 8.Tag ging die Reise ins Tal dera Artiga de Lin und das schöne Benasquetal. Die Tour der Gruppe kann von mir nicht beschrieben werden da wir uns eine Auszeit von der Gruppe genommen hatten und vom Hotel aus direkt gewandert sind, weil
1. das Fußball: Deutschland : England nachmittags stattfand und
2. das Wetter unsicher war. Wir gingen zum Garonneursprung, eine reine Blumenpracht und kamen gerade rechtzeitig vor dem Gewitter zurück. Alle anderen wurden bei ihrer Tour bis auf die Haut durchnässt, kamen aber gut gelaunt noch rechtzeitig zum Fußball zurück.
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Der Tag 9 brachte uns nochmals eine Seenwanderung. Die dreigeteilte Gruppe machte sich auf verschiedenen Wegen auf zum Refugi Restanca und dem gleichnamigen See. Die Gruppe von Markus ging noch weiter zum Llac de Mar, wo wir sie auf unserem Rückweg vom Ende des Meersees trafen. Am Abend des letzten Tages gab es noch die große Verabschiedung von unseren Führern, die uns in der Woche sehr ans Herz gewachsen sind. Jedem Teilnehmer der Bergwoche wurden eine Urkunde verliehen und natürlich wurden die Bergführernach spanischer Art von den Damen abgeküsst.
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Am 10.Tag nach dem Frühstück nahmen wir Abschied zur Heimreise.
So ging eine lange, gelungene Bergwoche zu Ende.
Eviva espania
Ja nach Spanien reisten viele DAV´ler
Nur wegen Berge und Sonne und Wein.
Ins Arantal in den Pyrenäen
zum Bergwandern und packt die Koffer ein.
Den Regenmantel lassen wir zu Haus
In Spanien sieht es nicht nach Regen aus.
Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, Eviva Espana
Der Himmel weiß wie sie das macht, Eviva espana.
Die Gläser die sind voller Wein, Eviva Espana
Und bist du einmal dort,
willst du nie wieder fort!
Inge König
















































